Video: Entstehung der Ketonkörper – Gundlagen Teil 1

 

In diesem Video der Lehrreihe für die ketogene Ernährung, geht es erst mal um die grundsätzliche Frage, was Ketonkörper überhaupt sind und wie sie im Körper gebildet und genutzt werden.

Ketonkörper sind drei Chemikalien, die von der Leber gebildet werden, wenn vermehrt Fettsäuren zur Energiegewinnung herangezogen werden. Dieses passiert unter verschiedenen Bedingungen. Wenn Glukose nur noch in geringeren Mengen zur Verfügung steht, muss der Körper alternative Energiequellen für das Gehirn und einige Organe bereitstellen. Der Vorgang wird Ketogenese genannt.
Die drei Ketonkörper sind Aceton, Acetoacetat und ß-Hydroxybuteyrat.

Ausgangsstoff der Ketonkörper ist acetyl-CoA. Und wird in der mitochondrialen Matrix in der Leber gebildet. Ketonkörper sind wasserlöslich und werden im Inneren der Mitochondrienmembran transportiert. Sie können ebenfalls durch die Blut-Hirn-Schranke gelangen und damit das Gehirn mit Energie versorgen. Sie sind der bevorzugte Energielieferant für das Gehirn, Herz und die Muskulatur. Während der Ketose oder einer Fastenzeit, können bis zu 75 % der Energie aus Ketonkörper im Gehirn bereitgestellt werden.

Ketose ist zu unterscheiden von einer krankhaften Ketoazidose. Ein erhöhter Spiegel an Ketonkörpern im Blut erhöht nicht den pH-Wert. Eine Ketoazidose ist ein krankhafter Zustand bei Typ eins Diabetes und hat Ketonwerte von über zwölf Millimol pro Liter zufolge. Damit singt der pH-Wert des Blutes und der Körper kann ins Koma fallen. Diese Werte sind jedoch mit einer normalen ketogenen Ernährung nicht zu erreichen.

Aceton kann quasi als Abfallstoffen der Ketonkörperproduktion betrachtet werden. Denn die Art der Ketonkörper kann nicht mehr zurück gewandelt werden in Acetyl CoA. Und damit zu Energiebereitstellung genutzt werden. Die geringen Mengen sind damit auch vernachlässigt und werden im Urin und in der Atemluft ausgeschieden. Wichtiger hierbei sind demnach die Blutwerte mit den enthaltenen ß-Hydroxybutyrat Ketonkörpern. Dabei kann die Leber die Energie aus Ketonkörpern nicht selbst verwenden.
Bei der Fettverbrennung werden automatisch anfallende Stoffe in Ketonkörper umgewandelt. Dieses zeigt sich zum Beispiel bei Marathonläufern, die auch ohne eine spezielle ketogene Ernährung am Ende Ketonkörper im Blut haben können. Je mehr Körperfett oder Nahrungsfett im Blut vorhanden ist, desto mehr Ketonkörper können in der Leber produziert werden.

Nach ungefähr drei Tagen benutzt das Gehirn ca. 30 % der Energie aus Ketonkörpern, was die berühmte Umstellungsphase mit Kopfschmerzen oder Müdigkeit verdeutlicht. Erst nach 40 Tagen ist die Umstellungsphase vollständig abgeschlossen und der Körper kann die Ketonkörper sinnvoll nutzen.

Geregelt wird die Ketonkörperproduktion durch einen niedrigen Insulinspiegel, was eine niedrige Zufuhr von Kohlenhydraten voraussetzt. Dadurch steigt die Fettverbrennung und Ketonkörper werden gebildet. Bei Diabetikern Typ eins, die kein Insulin mehr produzieren, kann es deshalb zu einer gefährlichen Ketoazidose kommen. Der Insulinspiegel ist zu niedrig und zu viele Ketonkörper werden gebildet.