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Dieses Thema enthält 321 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Magnus vor 1 Woche, 2 Tagen.

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  • #5003

    Thomas Mann
    Teilnehmer

    Wird da irgendwie pro gefahrenen Kilometer gespendet? Wenn ja, fahre Mitternacht los! 😀 😉

    #5004

    Magnus
    Teilnehmer

    Jeder Teilnehmer spendet vor der Tour 10Cent pro geplanten Kilometer. Es gibt 50km, 100km und 200km und entsprechend 5€, 10€ und 20€ die jeder Teilnehmer zahlen muss, man darf aber auch mehr spenden, ohne dass man dann mehr fahren muss 😀
    Ich tendiere trotzdem zum Start um Mitternacht 😉

    #5005

    Thomas Mann
    Teilnehmer

    Wie hältst du es nur aus, so lange im Sattle zu sitzen? 🙂
    Klingt aber nach einer spannenden Aktion!

    #5006

    Magnus
    Teilnehmer

    Ob ich das aushalte weiß ich ja noch gar nicht 😀 mein längstes Training bisher war 14:45 und nur ca. 12:20 davon Fahrzeit, der Rest ging für Pausen drauf 😀 Während der 200km-Tour gibt es ja drei Verpflegungsstellen (50km/100km/150km), bei denen wir pausieren und bei Start/Ziel gibts noch Bewirtung 😉 D.h. ich werde zu mindestens 5 Pausen gezwungen.

    #5037

    Magnus
    Teilnehmer

    Benefiztour ist vorbei und es wurde eine recht lange Tour, aber nicht ganz so extrem wie erhofft.
    Berits am Freitag hab ich gemerkt, dass meine Beine total schwer sind. Donnerstag war ich nach der Arbeit noch 14km Laufen und hab gemerkt, dass ich beim Laufen nach wie vor Probleme mit der Muskulatur hab.
    Samstag bin ich dann doch nicht um Mitternacht losgefahren, da ich nicht mehr damit gerechnet habe, wirklich ein 24h Training durchziehen zu können. Aufgestanden bin ich um 1Uhr und losgefahren um 1:38. Ich weiß jetzt auch wieder, warum ich früher (Anfang des Jahrtausends) ab und zu nachts trainieren war… es ist herrlich mitten in der Nacht zu fahren. Alles ist ruhig, kaum Verkehr und am Samstag waren auch die Temperaturen noch i.O. Ab 5Uhr kam dann langsam das Zwitschern der Vögel und ab und zu haben auch ein paar Frösche ordentlich lärm gemacht, aber auch der Verkehr hat zugenommen und es war nicht mehr so schön ruhig zu fahren.
    Ich hab mich dann dazu entschieden um 7 Uhr (nach ca. 135km) noch einen kleinen Stopp zuhause zu machen, vor allem, da ich anfangs wirklich nicht Fit war (möglicherweise hat auch der geringe Schlaf dazu beigetragen). Ich hab mir ein Stück Kuchen gegönnt, meine Trinkflaschen aufgefüllt, die Blumen und Reben im Garten gegossen und bin um 7:30 wieder weiter Richtung Treffpunkt, dort kam ich dann kurz nach 8Uhr und nach 153km an.
    Danach kam der offizielle Teil. Dieser hat natürlich wieder ein paar Minuten verspätet angefangen, aber ansonsten waren es 200km flache Radfahrt in einer Gruppe mit 16 Fahrern. Es waren viele nette Leute dabei und ich hab die ganze Zeit interessante Gespräche geführt. Nach 200km waren wir wieder zurück in Rheinfelden und ich hab zusammen mit meiner Frau (sie hat die 100km-Tour gefahren) noch ein Wurst gegessen und mich mit Kollegen unterhalten. Nach einer längeren Pause habe ich meiner Frau versprochen, dass ich mit ihr nach Hause fahr und danach nur noch die 400km voll mach… und das hab ich dann auch getan. Am Ende waren es also «nur» 400.17km mit gerade einmal 1600hm (reine Fahrzeit 14h27m, unterwegs war ich 17h24m). Von den Beinen her ging es noch recht gut, ich konnte am Ende zwar kein besonders hohes Tempo mehr fahren, aber das Tempo hätte ich schon noch länger durchgehalten. Allerdings war ich auch froh zuhause zu sein, da ich kaum noch auf dem Sattel sitzen konnte 😀 Auch der Nacken und die Hände haben sich bemerkbar gemacht.
    Gegessen habe ich auf dieser Tour nicht all zu viel. Nur den Kuchen am Morgen, Die Wurst am Mittag und beim Wendepunkt (für mich nach 250km) ein Eis. Außerdem habe nach dem Eis noch 330ml Cola getrunken und mit der Wurst (nach der offiziellen Tour) auch noch einmal 1l Cola. Erst als ich wieder zuhause war hatte ich etwas richtiges zu Essen… 500g Nudeln mit 650g Bolognese 🙂
    Gestern hatte ich mich ein bisschen erschöpft gefühlt und auch gar kein Sport gemacht, aber die Beine waren erstaunlich gut. Keine Probleme beim Treppen laufen oder ähnlichem.

    Die Benefiztour war auch wieder ein Erfolg. Die genauen Zahlen kenne ich nicht, aber bei uns waren es 17 Fahrer, bei der 100km-Tour musste sie 3 Gruppen bilden, da dort über 60 Leute mitgefahren sind und auch die 50km-Tour wurde aufgeteilt.
    Würste wurden alle verkauft und auch Getränke liefen (vor allem wegen der Hitze) sehr gut. Es dürfte also ordentlich Geld zusammen gekommen sein.

    #5038

    Thomas Mann
    Teilnehmer

    Hört sich richtig klasse an!
    Bin auch gerne ganz früh morgens unterwegs, da ist alles noch friedlich. 🙂

    #5094

    Magnus
    Teilnehmer

    Wie eben im Chat versprochen, hier mal wieder ein Update:

    ich fange mal mit der aktuellen Situation an. Nach dem Marathon und dem Triathlon die Woche drauf, hatte ich ziemliche Probleme beim Laufen. Die Muskulatur war total platt und ich hatte auch an verschiedensten Stellen leichte Schmerzen (muskulär). Daher habe ich das Lauftraining im Mai stark reduziert… gerade einmal 47km bin ich gelaufen, dazu noch eine 50km-Wanderung. Das längste Lauftraining war gerade einmal 14km lang. Ich habe mich also wirklich geschont.
    Allerdings war das wohl nicht genug Schonung. Am Montag bin ich nach der Arbeit zum Freibad gelaufen (2.7km), war dort Schwimmen und bin wieder die gleiche Strecke zurück gelaufen. Dabei hatte ich leichte Schmerzen (aber wirklich nur leicht) am rechten Schienbein. Die Schmerzen waren aber nur beim Laufen vorhanden, danach sofort wieder weg.
    Am Dienstag hatte ich ein normales Lauftraining geplant. Min. 7km, mit Option auf 10km, falls es gut läuft. Ich hatte allerdings gleich beim Loslaufen wieder Schmerzen am rechten Schienbein, aber nur beim Laufen, beim Gehen oder Stehen nicht. Ich hab dann natürlich nur die 7km-Runde gelaufen. Allerdings habe ich seither ab und zu auch beim gehen oder Radfahren leichte Schmerzen im rechten Schienbein. Ich weiß nicht, was das ist… könnte eventuell ein Schienbeinkantensyndrom sein. Seit Dienstag war ich natürlich nicht mehr Laufen. Am Mittwoch hatte ich nur den Arbeitsweg mit dem Rad und eine Stunde Schwimmen am Abend. Donnerstag und Freitag war ich auf Geschäftsreise und heute war ich eine Stunde Schwimmen und danach noch 3h (locker) Radfahren.
    Eigentlich würde ich jetzt das Laufen sein lassen, bis die Schmerzen weg sind. Das Problem dabei ist, dass nächstes Wochenende (am 24.06.18) der Liga-Triahtlon in Erbach stattfindet. Wir müssen vier Athleten am Start haben und ich bin einer von den vieren, die Zeit haben. Sollte ich ausfallen, haben wir keinen Ersatz! Also werde ich auf jeden Fall starten. Vor dem Triathlon werde ich aber auf keinen Fall mehr Laufen gehen.

    Somit wären wir auch schon beim nächsten Punkt… meinen nächsten Wettkämpfen. Wie eben erwähnt werde ich nächste Woche in Erbach starten. Dabei handelt es sich um einen Olympischen Triathlon (1.5km/40km/10km) mit Windschattenfreigabe und Schwimmen „open water“ im See. Schwimmen und Radfahren sollte kein Problem sein, ob ich danach noch auf die Laufstrecke gehe, weiß ich noch nicht. Ins Ziel kommen müssen zum Glück nur drei Athleten der Mannschaft. Falls ich schon vor dem Wettkampf weiß, dass ich nicht laufen werde, werde ich natürlich versuchen meine Teamkollegen beim Radfahren zu unterstützen. Da ich aktuell allerdings der stärkste der vier Startern unserer Mannschaft bin (unser stärkster Athlet kann leider nicht starten), wäre es schon gut, wenn ich den Wettkampf auch zu Ende bringen könnte. Es wäre kein Problem zu laufen, die Schmerzen sind nicht stark und behindern mich auch kaum, aber könnte damit eventuell eine längere Verletzungspause riskieren.
    Weitere Wettkämpfe sind natürlich auch schon geplant… Falls mein Schienbein es zulässt. Am 14.07.18 ist der Triathlon in Schopfheim. Das ist der, der von meinem Verein organisiert wird und den ich letztes Jahr gewonnen hatte. Allerdings wurde die (eh schon kurze) Strecke gekürzt (von 0.4km/21km/5km auf 0.2km/16km/4km). Leider findet am gleichen Tag auch das Radrennen in Rheinfelden statt. Auch hier bin ich Mitglied im veranstaltendem Verein (dieses Mal der radsportverein). Daher habe ich aktuell einen sehr vollen Zeitplan für das Wochenende. Am Donnerstag helfe ich beim Aufbau des Festplatzes für das Radrennen, am Freitag beim Aufbau der Wechselzone für den Triathlon und am Sonntag bin ich von Morgens bis Mittags Streckenposten beim Triathlon. Am Nachmittag, um 14:10, starte ich beim Triathlon und werde gegen 15Uhr im Ziel sein. Spätestens um 16 Uhr (eher früher) muss ich mich dann mit dem Rennrad auf den Weg nach Rheinfelden machen, damit ich rechtzeitig für das Radrennen (Kriterium über 65km) dort bin… Start ist um 16:50. Um19:40 ist dort auch noch ein Sonderrennen über 19.5km, bei dem nur eingeladene Fahrer starten dürfen… und ich bin eingeladen. Ob ich dieses Rennen auch noch fahre wird sich dann zeigen :-D.
    Die Woche drauf ist der Triathlon in Freiburg (Olympische Distanz 1.5/40/10). Danach habe ich erst einmal keinen Wettkampf mehr geplant, bis Ende August… da ist dann noch der Breisgau Triathlon in Malterdingen (Mitteldistanz). Dieser ist die letzte Vorbereitung für den Langdistanztriathlon in Köln zwei Wochen später, was mein Saisonhöhepunkt und auch Saisonabschluss ist.

    Zu Ernährung. Da hat sich in den letzten Monaten nichts geändert. Ich versuche immer noch die KH eher niedrig zu halten, esse aber trotzdem viel Müll wie Chips und Schokolade (Dunkle Vollnus), da es recht mühsam ist auf 4500-5000kCal am Tag zu kommen.

    Ein weiterer Punkt ist, dass ich momentan nach einem neuen Triathlonrad suche. Meinen aktuellen rahmen habe ich vor 8 Jahre gebraucht gekauft. Eigentlich ist er noch gut, allerdings habe ich viel an meiner Sitzposition gearbeitet, um Aerodynamischer zu werden. Das hat meinen Lenkersystem leider an seine Grenzen gebracht, was bedeutet, dass ich zumindest den Lenker tauschen muss. Aber auch beim rahmen hat sich im Bereich Aerodynamik viel getan, so, dass es tatsächlich Sinn ergibt, so langsam mal einen neuen Rahmen zu kaufen.
    Das größte Potential sehe ich allerdings bei den Laufrädern. Bisher bin ich immer die Mavic Ksyrium Elite gefahren, hinten hab ich mir dann 2015 eine Nabe mit Leistungsmessung gekauft und DT Swiss R585 Felgen einspeichen lassen. Die Lösung ist gut und günstig, aber nicht aerodynamisch. Auf einer Langdistanz kann ich meine Zeit alleine durch Hochprofilfelgen um einige Minuten verbessern… bei gleicher Leistung.
    Laufräder habe ich heute neue bestellt… die Swiss Side Hadron Ultimate 800. Ich habe lange überlegt, sind ja immerhin 2000€. Aber ich denke, dass diese Laufräder die richtige Wahl sind.
    Dadurch kann ich dann allerdings meinen Leistungsmesser nicht mehr verwenden. Der ist ja aktuell in der Hinterradnabe. Daher habe ich mir auch neue Pedale gekauft… die Axioma von Favero (knapp 800€). Somit habe ich jetzt die Leistungsmessung in den Pedalen. Diese beiden Kokmponetnen habe ich bereits bestellt und werde sie demnächst erhalten und dann natürlich auch schon mit meinem alten Rahmen verwenden.
    Beim Rahmen habe ich auch schon einen Favoriten, den ich wahrscheinlich kaufen werde. Das ist der Argon 18 E-119 Tri. Dieser Rahmen passt gut auf meine Sitzgeometrie und das Lenkersystem bietet die notwendige Flexibilität, die ich für die verschiedenen Distanzen benötige.
    Allerdings werde ich wohl „nur“ die mechanische Schaltung nehmen, gut 1000€ mehr für die Di2 sind mir zu viel. Die Di2 bietet zwar mehr Komfort, aber keinen wirklichen Zeitvorteil.
    Aktuell gehe ich davon aus, dass mein neues Rad am Ende einen Neuwert von knapp 7500€ haben wird… das ist 2.5 mal so viel, wie ich bisher maximal für ein neues Rad ausgegeben habe!
    Das Erschreckende dabei ist, dass mein Rad bei den Wettkämpfen immer noch eher untere Mittelklasse ist. Einer meiner Mannschaftskollegen hat sich vor kurzem ein Rad mit fast doppeltem Neuwert gekauft (das Cervelo P5x).

    #5096

    Christof B.
    Teilnehmer

    War interessant zu lesen, Schienbein ist blöd. Krass mit der Technikschlacht beim Rad, klingt aber auch sehr interessant. Das kann sich aber nicht jeder leisten, puh. Bin mal auch gespannt, wie das dann beim Daniel so läuft, mit nem kompletten Rad im Wert unter einer Felge von deinen 😉

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 1 Woche von  Christof B..
    #5098

    Thomas Mann
    Teilnehmer

    Das sind ja mal wirklich stolze Preise für die Räder!!!
    Leistungsmesser in den Pedalen ist doch besser, als in der Nabe, oder? Da kannst du nun linkes und rechtes Bein analysieren…
    Ist die elektrische Schaltung nicht auch schwerer, als die mechanische? Würde dann ja für die leichtere sprechen, wegen „Zeitvorteil“ (und Preis…).
    Ganz schön teures und zeitintensives Hobby! 🙂
    Das mit dem Schienbein hatte ich auch hin und wieder mal. Kann es gar nicht genau festmachen, woran es lag. Es kam und ging einfach wieder. Ich denke es lag an den Schuhen, oder dem Laufstil in dem Moment. Wenn ich barfuß auf Rasen gelaufen bin, war es meist weg…

    #5101

    Magnus
    Teilnehmer

    @christof B.: Mann kann auch mit günstigen Rädern schnell sein, aber in die Top-Bereiche kommt man halt fast nur, wenn man auch das Top-Material hat. In dem Bereich, in dem sich Daniel bewegen wird, wird das Rad keinen extremen Einfluss haben, da kommt man auch noch mit einem günstigen Rad gut zurecht.

    @thomas Mann: Leistungsmesser im Pedal hat den Vorteil, dass man die Lastverteilung auf die Seiten hat, das Stimmt. Der Vorteil von der Nabe ist, dass man das Hinterrad schnell in ein anderes Fahrrad eingebaut hat, d.h. man kann es leicht und ohne Werkzeug mit verschiedenen Rädern nutzen. Bei mir war das vor Allem mein Wettkampf-Rennrad und mein Triathlonrad. bei den Pedalen braucht man Werkzeug zum wechseln, geht aber auch recht einfach. Leistungsmessung in den Pedalen ist aber erst seit kurzem interessant. Als ich das Hinterrad gekauft habe, gab es zwar schon die „Vektor“-Pedale von Garmin, aber die musste man immer mit Drehmomentschlüssel anziehen, sonst hatte man schnell Probleme. Das ganze System war recht Störunganfällig. Das hat sich mittlerweile geändert… und die Favero Axioma haben zusätzlich noch den Vorteil, dass sie mit Akku funktionieren und man nicht ständig Batterien wechseln muss.
    Früher hätte ich nur die Variante mit der Leistungsmessung in der Kurbel als Alternative gehabt. Das hatte ich dieses Mal auch kurz überlegt, da es die Leistungsmessungs-Pedale aktuell nur für Look-Delta-Pedalplatten gibt und ich aktuell Shimano fahre. D.h. ich muss jetzt halt die Pedale an allen Rädern wechseln 😀
    Die Variante mit Messung an der Kurbel habe ich allerdings schnell verworfen, da sie nur an einem Rad nutzbar ist (sonst müsste man die komplette Kurbel wechseln) und vor allem, da Stages (der Hersteller, den ich genommen hätte) nur die Shimano Ultegra- oder DuraAce- Kurbeln hat. Dann wäre ich mit den kettenblättern sehr beschränkt gewesen, da Shimano bei den neueren Kurbel ein 4-fach Assymetrisches Lochbild verwendet, was sonst keiner hat. Ich hätte also die Kettenblätter von DuraAce nehmen müssen (bei den günstigeren von Shimano gibt es kein 55er-Kettenblatt und andere Hersteller haben dieses Lochbild nicht) und hätte somit alleine für die Umrüstung der Kettenblätter auf 55/42 über 400€ gezahlt!!! Außerdem wären dann alle anderen Räder mit Kurbel mit 5-Loch 130mm Lochkreis ausgerüstet gewesen, das neue aber mit 4-Loch Assymetrisch 110mm Lochkreis.
    Beim Gewicht gibt es keinen so großen Unterschied zwischen Mechanisch und Elektrisch, das wäre nicht das Problem gewesen. Allerdings haben die neuen elektrischen Schaltungen die Synchro-Shift-Technologie, was alle al großen Vorteil Bewerben, für ich finde das allerdings total schlecht und hätte schauen müssen, dass ich eine ältere Version, ohne Synchro-Shift, finde.

    Zu dem Problem mit dem Schienbein:
    Das mit dem Schuh hab ich auch schon im Blick… ha ja nach dem Marathon in Hamburg die Trainingsschuhe gewechselt… vielleicht kommt es daher. Sobald ich wieder laufen kann, werde ich erst mal wieder andere Schuhe nehmen.

    #5106

    Thomas Mann
    Teilnehmer

    Also das klingt reichlich kompliziert mit den Leistungsmessern, wenn man sich da nicht so auskennt (wie ich)!
    Finde es schade, dass manche Sportarten so zu einer Technikschlacht ausarten (besonders, wenn man vorne mit dabei sein will).

    #5110

    Magnus
    Teilnehmer

    Super… suche nach einem Rad geht in die zweite Runde. Wollte jetzt, nach fast zwei Monaten Recherchen und Diskussionen, endlich das Rad bestellen und bekomme die Rückmeldung, dass ende letzter Woche, spontan und ohne Vorwarnung, der deutsche Vertrieb für Argon18 gewechselt wurde. Auf dem alten Vertriebsweg gibt es keine Räder mehr und auch auf dem neuen sind aktuell keine Räder zu bekommen. Wird wohl ein paar Monate dauern, bis in Deutschland wieder Argon18-Räder verfügbar sind.
    Entweder ich warte ein paar Monate oder ich fange noch mal von vorne an 🙁

    @thomas Mann: Dass viele Sportarten so zu einer Technikschlacht ausarten liegt vor Allem an den Athleten. Die wollen das und sind bereit richtig viel Geld auszugeben… und das nicht nur, wenn sie vorne mitfahren. Oft haben gerade auch die richtig schlechten Radfahrer das teuerste Material.

    #5117

    Magnus
    Teilnehmer

    Und weiter geht’s es mit meinen Wettkampfberichten. Gestern fand der dritte Wettkampf der BaWü-Landesliga Süd statt. In Erbach (bei Ulm) ging es für mich, zusammen mit drei Teamkollegen, auf die Olympische Distanz. Dieses Mal bin ich zum ersten Mal überhaupt bei einer «richtigen» Olympischen Distanz gestartet. Eine richtige Olympische Distanz besteht aus 1.5km Schwimmen, ca. 45km Radfahren (hier 44km) mit Windschattenfreigabe und 10km Laufen. Bei Jedermann-Wettkämpfen wird meistens die Olympische Distanz wie der Ursprüngliche Triathlon durchgeführt… also mit Windschattenverbot. Daher habe ich bisher auch noch nie bei einem Triathlon mit Windschattenfreigabe teilgenommen.

    Eigentlich wollte ich bei solchen Wettkämpfen eher nicht starten, allerdings war sonst niemand aus dem Team verfügbar. Es hat natürlich auch einen Grund, warum ich nicht starten wollte (und warum ich bisher noch nie bei einem Triathlon mit Windschattenfreigabe gestartet bin). Der Unterschied ist auf den ersten Blick nicht groß… man darf beim Radfahren im Windschatten fahren. In Wirklichkeit hat diese Änderung aber einen gravierenden Einfluss auf den Wettkampf und meiner Ansicht nach hat ein Triathlon mit Windschattenfreigabe nichts mehr mit einem Triathlon zu tun.
    Beim Schwimmen gilt im Triathlon allgemein: Man kann keinen Triathlon beim Schwimmen gewinnen, aber verlieren. Das ist auch beim Olympischen so. Allerdings wird das Schwimmen hier noch etwas wichtiger als beim traditionellen.
    Für das Radfahren gilt, dass man hier, beim Traditionellen, viel Zeit gutmachen kann… wenn man ein starker Radfahrer ist. Auch beim Olympischen kann man beim Radfahren viel Zeit gut machen… aber nicht, wenn man ein starker Radfahrer ist, sondern wenn man die richtige Gruppe erwischt.
    Und für die letzte Disziplin gilt: Wer bei einer olympischen Distanz mit Windschattenfreigabe gewinnen will, muss ein verdammt guter Läufer sein.
    Im Endeffekt bedeutet das, dass das Radfahren fast komplett an Bedeutung verloren hat. Man muss ein sau starker Läufer sein und gut genug schwimmen, um ein den guten Radgruppen dabei zu sein.
    Ich bin ein starker Radfahrer, beim Schwimmen und Laufen aber nur Mittelmäßig, aber meine Stärke beim Radfahren bringt mir hier absolut gar nichts!

    Jetzt zum Wettkampfverlauf. Da ich wusste, dass es wichtig ist, rechtzeitig aus dem Wasser zu kommen, ich aber kein guter Schwimmer bin, habe ich beim Schwimmen alles auf Risiko gesetzt. Schwimmen war in einem Badesee mit absolut keiner Sicht unter Wasser und wir mussten zwei Runden im Dreieck schwimmen. Ich habe mich gleich beim Start richtig ins Getümmel geworfen und bin die ersten 200-300m am Limit geschwommen, mit der Hoffnung, dass ich eine der vorderen Gruppen erwische und da auch mithalten kann. Entsprechen habe ich in den ersten Minuten einige Tritte und Schläge abbekommen und auch nicht gerade wenig Wasser geschluckt. Nach etwa 1/3 der Strecke konnte ich endlich einigermaßen «normal» schwimmen, ohne ständig um meine Position zu kämpfen. Ich war in einer Gruppe, deren Tempo ich gut mitgehen konnte, aber schneller wäre nicht gegangen. Nach ca. 1.2km musste ich etwas Tempo rausnehmen, da ich ständig meinem Vordermann auf die Füße geschlagen habe, ab da wurde mir das Tempo eher etwas zu langsam, aber ich war zu sehr in der Gruppe eingebaut. Ich habe gut 200m gebraucht, um mich zu befreien und mein Tempo zu schwimmen. Da wir da aber auch schon kurz vor dem Ausstieg waren (tatsächlich waren es nach meinem Garmin 1600m) habe ich dann noch einmal alles rausgeholt, was die Arme hergaben. Nach 24m24s bin ich aus dem Wasser raus und über die Zeitmatte gelaufen… als 27er. Kurz mir waren noch 5 andere Athleten, der schnellste davon war 9 Sekunden vor mir, davor war eine Lücke von ca. 40 Sekunden auf die nächste Gruppe davor (nur einer war da noch dazwischen)… und genau diese 40+9 Sekunden haben mir Schlussendlich das «Genick gebrochen».
    Nach dem Schwimmen bin ich so schnell es ging durch die Wechselzone gerannt, bin auf das Rad aufgesprungen und mit voller Kraft losgefahren. Ich habe auch gleich die ersten Athleten eingeholt (die, welche in den 9 Sekunden vor mir aus dem Wasser sind). Allerdings konnte diese meinem Tempo zwar im Windschatten folgen, aber selber keine Führungsarbeit leisten. Nach ca. 5km habe ich zum ersten Mal die Führungsposition an einen anderen abgegeben. Dieser wollte erst nicht an mir vorbei, ich habe ihm dann allerdings zu verstehen gegeben, dass ich nicht alleine für das Tempo sorgen will. Als er die Führung dann doch übernommen hat ist die Geschwindigkeit allerdings sofort von 44km/h auf knapp unter 40km gefallen und auch Matthias (ein Athlet vom TV Riegeln, den ich schon ein paar Jahre kenne und der beim Radfahren ähnlich stark ist wie ich) wollte nicht so wirklich Tempo machen. So bin ich kurz darauf wieder nach vorne und hab ordentlich auf die Pedale gedrückt. Nach knapp 10km haben wir dann zwei weitere Fahrer eingeholt und einer davon war auch ein sehr starker Radfahrer (Chris) vom Tri-Team Freiburg (er war in Neckarsulm schneller als ich). Somit war meine Gruppe sechs Mann stark. Chris hat dann versucht einen «Belgischen Kreisel» zu initiieren, leider waren die anderen 3 Athleten nicht stark genug… und zu Dritt kann man keinen «belgischen» fahren. Wir haben dann versucht die Anderen mit einzubinden, aber unsere Gruppe kam nicht so recht ins Rollen. Im Nachhinein habe ich mitbekommen, dass die Athleten, welche in der Gruppe vor mir aus dem Wasser kamen, alle in einer großen, 20 Fahrer starken Gruppe unterwegs waren. Dort gab es einige richtig gute Radfahrer, welche maßgeblich für das Tempo gesorgt haben und weniger starke, welche nur ab und zu Führungsarbeit geleistet haben und sonst in der Gruppe mitgerollt sind. Insgesamt war die Gruppe aber recht stark und hat zusammengearbeitet, was bedeutet, dass wir absolut keine Chance hatten, an diese Grupper heran zu fahren. Ich hatte am Ende eine Radzeit von 1h08m49s, die Leute in der Gruppe vor mir hatten Zeiten im Bereich von 1h06m30s. Ich habe also gut 2 Minuten beim Radfahren verloren und in der 20 Mann Gruppe waren Athleten, denen ich auf vergleichbaren Strecken, ohne Windschattenfreigabe, schon 2-4 Minuten abgenommen habe. Dass ich, nach den Athleten in der Führungsgruppe, die schnellste Radzeit hatte, hat mir da rein gar nichts gebracht. Hier wird jetzt deutlich, warum es bei Windschattenfreigabe nichts bringt, ein starker Radfahrer zu sein.
    Für zwei Teamkollegen lief es da besser, die haben es in die erste Gruppe geschafft. Einer konnte auch ein bisschen zur Tempoarbeit beitragen, der Andere war eher froh, dass er mithalten konnte.
    Die Führungsgruppe kam dann auch geschlossen in die Wechselzone und dann ging es noch darum, wer am schnellsten 10km Laufe kann. Leider haben wir keine starken Läufer im Team. Daniel Spitzer kam am Ende auf den 16 Rang, Jan Haupt auf 21.
    Zwei Athleten aus meiner Radgruppe (unter Anderem der starke Radfahrer Chris vom Tri-Team Freiburg) haben es sogar geschafft, mit einer Laufzeit von 34m44s bzw. 35m23s auf die Plätze 15 und 17 vor zu laufen. Ich selber bin aus meiner Radgruppe als erstes auf die Laufstrecke, musste aber ein paar andere Athleten noch an mir vorbeilassen. Beim Laufen hatte ich einfach nichts entgegen zu setzten. Mit einer Laufzeit von 41m21s und einer Gesamtzeit von 2h18m23s hat es für mich leider nur auf den 27. Rang gereicht.

    Fazit: Ich muss dringend mein Schwimmen verbessern. Wäre ich 40-50 Sekunden früher aus dem Wasser gekommen, hätte ich die erste Gruppe noch erwischt und wäre beim Radfahren mit deutlich weniger Aufwand gut 2 Minuten schneller gewesen. Eine richtig gute Platzierung kann ich bei solchen Wettkämpfen allerdings nicht erreichen, dafür laufe ich viel zu schlecht… der schnellste Läufer in unserem Wettkampf hatte eine Zeit von <34 Minuten, das werde ich wohl nie erreichen. 40-50 Sekunden beim Schwimmen besser werden (auf 1.5km) ist da deutlich realistischer.

    Und zum Schluss noch… mein Schienbein hat keine Probleme gemacht. Seit dem 12.06.18 war ich nicht mehr Laufen, um das Bein zu schonen und das hat offensichtlich was gebracht. Nach ziemlich genau 1000m Laufen war ich der Meinung, das Schienbein etwas zu spüren, das ging dann aber schnell wieder weg.
    Ich werde jetzt trotzdem erst das Lauftraining sein lassen und das Bein noch etwas schonen, bis ich mir sicher bin, dass wieder alles in Ordnung ist.

    #5121

    Thomas Mann
    Teilnehmer

    Sehr interessanter Bericht, hat Spaß gemacht zu lesen!
    Schon etwas ärgerlich/(unfair) mit dem Windschattenfahren, aber nun gut…

    #5123

    Magnus
    Teilnehmer

    Naja… Unfair würde ich das nicht nennen. Jeder hat die gleichen Bedingungen, aber es ist halt ein ungünstiger Wettkampfmodus für starke Radfahrer 😉

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