Main Foren Off Topic Theme Zu wenig effiziente Nahrungsmittelproduktion oder zu viele Menschen?

Dieses Thema enthält 4 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Matthias Oberschelp vor 2 Jahre.

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  • #1611

    Magnus
    Teilnehmer

    Hallo Leute,

    ich würde gerne eure Meinung über ein Thema wissen, welches nicht direkt mit ketogener Ernährung zu tun hat, aber doch von den meisten Usern interessiert verfolgt wird.
    Ich habe hierzu einmal mehr meine eigene Meinung, welche in Diskussionen mit anderen Personen selten verstanden wird.

    Immer wieder wird darüber geredet, dass die Nahrungsmittelproduktion zu ineffizient ist um die Weltbevölkerung zu ernähren. Deshalb soll es auch schlecht sein Fleisch zu essen, da es effizienter ist die Pflanzen zu verwerten. Ich rege mich bei solchen Beiträgen regelmäßig auf, weil ich der Meinung bin, dass diese Diskussion in die völlig falsche Richtung läuft. Ich will jetzt nicht darüber diskutieren, ob pflanzliche Nahrung effektiver ist als tierische… sondern darum, warum kaum jemand auf die Idee kommt zu fragen, ob wir nicht zu viele Menschen sind? Wäre es nicht sinnvoller Maßnahmen zu treffen, dass die humane Population nicht mehr so stark wächst bzw. in ferner Zukunft sich vielleicht sogar reduziert?

    Nehmen wir mal an, wir verzichten alle darauf tierische Produkte zu konsumieren und essen alle nur noch pflanzliche Nahrung. Das würde dann bedeuten, dass es kaum noch Rinder, Schweine, Hühner etc. auf dieser Welt geben wird. Wer sollte diese denn noch halten, wenn sie keinen Profit mehr bringen… und auf welchen Flächen wenn alles für pflanzliche Nahrung für den Menschen gebraucht wird (mal davon abgesehen, dass nicht alle Flächen auf dieser Erde auch für Anbau geeignet sind. Ist das dann noch moralisch vertretbar? Der Mensch ist das einzige größere Lebewesen, welches in großer Zahl auf der Erde leben darf? Ich glaub nicht, dass der Mensch das Recht hat darüber zu entscheiden.
    Außerdem wird es auch dann nicht besonders lange dauern bis auch die pflanzliche Ernährung nicht mehr ausreicht die Weltbevölkerung zu ernähren. Die Population wächst rasant und umso mehr Menschen es auf der Welt gibt umso größer ist das Wachstum der Bevölkerung.

    Ich vertrete ganz klar die Meinung, dass wir ein großes Problem mit dem Wachstum der Menschheit haben und dass es bereits jetzt zu viele Menschen auf dem Planeten gibt. Meiner Meinung nach müssten Maßnahmen ergriffen werden, welche das Wachstum einbremst… langfristig gesehen die menschliche Population sogar (auf ein gesundes Maß) reduziert.

    Allerdings wird das so schnell nicht passieren, da unser Wirtschafts- und Finanzsystem (vor allem auch wegen dem Grundprinzip der Zinsen) auf Wachstum aufgebaut ist. Ohne Wachstum kollabiert die Wirtschaft. D.h. im Umkehrschluss aber auch, dass man zuerst das Wirtschafts- und Finanzsystem ändern müsste, bevor man den Wachstum der Menschheit eindämmen könnte.

    Wenn ich dieses Thema anspreche werde ich regelmäßig als verrückt bezeichnet. Es wäre z.B. nicht in Ordnung den Menschen vorzuschreiben ob und wieviel Nachwuchs sie haben dürften oder sie durch verschiedene Maßnahmen dazu zu bewegen den Nachwuchs zu reduzieren. Ich verstehe nicht, wie mich die Leute wegen diesen Gedanken verurteilen können während sie gleichzeitig dafür sind, dass der Mensch darüber entscheidet, dass verschiedene Tiere nur noch in kleiner Zahl auf diesem Planeten leben dürfen.

    Ich bin mal gespannt wie ihr darüber denkt.

    #1612

    Daniel
    Keymaster

    Generell würde ich sagen, dass es aktuell eben eine Problematik der Verteilung ist. Wir haben zwar Lebensmittel für 11 Milliarden Menschen, was auch schon öfters so untersucht wurde, aber die Verteilung ist halt alles andere als optimal. Wir schmeißen hier Lebensmittel im großen Stil weg, während andere eben gar nicht haben.

    Allerdings sehe ich auch das Problem, wenn wir dann halt diese Menge an Menschen irgendwann überschreiten, wo wir uns wahrscheinlich gerade schon an der Grenze befinden. Entweder wird es dann Krieg geben oder man muss den Nachwuchs regulieren.

    Am Ende ist es immer wie bei jeder Spezies. Sie wird sich von alleine regulieren müssen. Generell müsste man den Konsum zurückschrauben und nicht immer weiter auf Wachstum setzen. Das wird irgendwann gegen die Wand fahren. Ich schätze mal, dass ich das im Alter noch erleben werde.

    Aber das Kollektiv der Menschheit ist halt zu dumm, als dass man dagegen wirken könnte. Denen ist so etwas halt völlig egal. Man kann hier nur das Beste für sich selber rausholen und die Daumen drücken. Die Natur wird sich am Ende eben selber regulieren, da wir nicht mit mehr leben können als zur Verfügung steht.

    #1614

    Magnus
    Teilnehmer

    Nachdem wir die 10 Milliarden überschritten haben dauert es nicht mehr lange bis wir die 11 Milliarden überschreiten… wenn sich am Wachstum nichts ändert. Das Wachstum kann aber nicht weniger werden, da sonst das Wirtschaftssystem nicht mehr funktioniert… das ist auf Wachstum aufgebaut.

    #1615

    Thomas Mann
    Teilnehmer

    Sehr, zumindest zur Zeit, auch eher das Problem in der Verteilung der Nahrung. Es werden Unmengen an Lebensmittel weggeworfen. Theoretisch sind genug Lebensmittel da, um alle zu Ernähren (8Mrd. Weltbevölkerung?).

    Aber früher und später werden es zuviele Menschen sein. Glaube es wird nicht zu einer gerechten Verteilung der Lebensmittel kommen und auch keine globale vernünftige Geburtenkontrolle geben…

    Es wird sich weiter und immer weiter hochschaukeln, bis… ja bis es zu spät ist und dann XYZ…

    #1622

    Sehr zu empfehlen ist dazu der bald erscheinende Film „Inferno“ von Dan Brown,  der sich mit dem Thema „Übervölkerung“ und einer eher radikaleren Lösung auseinandersetzt.

    Ich bin der Meinung, der Mensch ist auf dieser Erde der Parasit oder die „Krebszelle“, die so lange an dem konplexen Organismus der Erde rumdoktort, bis wir uns selbst zugrunde richten.

    Gute Beispiele gibt es in der Geschichte zuhauf, was passiert, wenn viele Menschen auf engstem Raum leben (Pest z. B.)..

     

    Aber ich schweife ab.. ^^

    Ich bin der Meinung, aktuell gibt es noch Nahrungsmittel im Überschuss, was aber vor allem daran liegt, dass sich die Meisten Menschen eben high carb ernähren. Ich glaube wenn das umschlagen sollte (und das wird es irgendwann, denn keto wird immer „trendiger“), dann könnte es schon enger werden.

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